Nike präsentiert das FuelBand

Nike präsentiert das FuelBand

Nike schätze ich – bei weitem mehr als Adidas – weil sie Marketing machen, das fernab von Lehrbüchern ist. Dieses Unternehmen ist getrieben von einem Willen zur Innovation, der mich immer wieder neu erfreut. In Herzogenaurach stellt man Schuhe und Kleidung her und verkauft sie gut – deutsche Qualität, ein paar Innovationen. Aber „cool“ finde ich an Adidas wenn überhaupt den Kram, den man dort in den 70ern und 80ern gemacht hat und der jetzt als „Originals“ verkauft wird.

Nike ist neben einer – sagen wir mal – akzeptablen Lifestyle-Marke aber auch eine Sportmarke, die nicht nur ausrüstet, sondern Sport neu definiert und ihn prägt: Nike Plus hat das Laufen revolutioniert, die immer leichter und schneller werdenden Nike-Fußballschuhe haben einen Tempofußball á la FC Barcelona erst möglich gemacht. Und jetzt macht man es erneut: Die Ende 2011 gelaunchte Kampagne #makeitcount, an der sich auch die deutschen Nike-Protagonisten Dirk Nowitzki oder Mario Götze beteiligten wurde heute um eine Neuerung bereichert, mit der Nike einen weiteren Schritt weg geht vom Sport und hinein zum Alltagsleben – und damit neue Geschäftsfelder auftut. Nike FuelBand nennt sich das ganze – und wird in diesem sehenswerten Spot eingeführt:

Und die Message ist denkbar einfach: Life is a sport. Wenn man bisher mit Nike Plus seine Laufstrecken aufzeichnen konnte, warum dann nicht auch das Treppensteigen, das Bierkästen-Tragen, das Zum-Bus-Rennen, das Zur-Arbeit-Fahren, das Gemüse-Schneiden? NikeFuel wird all das aufzeichnen und zählen. Als Armband am Handgelenk merkt es sich jede Bewegung, die sein Träger ausführt. Es wird in Kalorien umgerechnet, die Zeit, in der man sich bewegt, gemessen und auch individuelle Vorgaben („Bewege dich 3h am Tag.“) sollen wohl möglich sein.

Die Idee freilich ist nicht ganz neu. Jawbone hat mit dem Armband „Up“ bereits ein etwa gleiches Produkt im Angebot, musste aber zuletzt massive Nutzerkritik mit Produktrücknahmen erleben. Es bleibt spannend, ob Nike die Idee besser umsetzen kann. Mit Nike Plus hat das hervorragend geklappt. Ich bin gespannt.