Das zweite Kino-Halbjahr 2012

Das zweite Kino-Halbjahr 2012

Bis dato war das Kinojahr 2012 langweilig und öde. Keine großen Highlights, abgesehen höchstens von „The Avengers“ nichts, das man sich nicht auch auf DVD hätte ansehen können. Aber ab diesem Juli wird das Jahr wieder kino-fähig und es lohnt, die Lichtspielhäuser zu beehren: Großes kündigt sich an. Anschnallen und Trailer schauen!

26. Juli: Batman – The Dark Knight Rises

„Ein Sturm zieht auf, Mr. Wayne.“

Es geht wieder rund bei Bruce Wayne aka Batman. Acht Jahre sind vergangen, seit Batman zum dunklen Helden geworden ist. Nun steht er abermals in der Pflicht, Gotham City zu verteidigen. Alles deutet darauf hin, dass „TDKR“ nahtlos an den Erfolg der Vorgängerfilme anknüpft.

Regisseur Christopher Nolan hat dazu einfach das Beste aus „The Dark Knight“ und seinem letzten Projekt „Inception“ zusammen gemixt. Beide Filme waren grandios – bleibt also abzuwarten, was aus dieser Zusammenstellung wird, wenn sich Tom Hardy (der Draufgänger  aus „Inception“), Joseph Gordon-Levitt (ebenfalls „Inception“), Marion Cottilard (die Frau an der Seite von Leonardo Di Caprio in – klare Sache – „Inception“) und natürlich Christian Bale und Morgan Freeman auf der Leinwand die Ehre geben. Anna Hathaway mimt Catwoman. Nur Heath Ledger aka der Joker fehlt. Es wird sich zeigen, ob seine Rolle des Bösen erneut so gut ausgefüllt werden wird.

13. September: Das Bourne Vermächtnis

„Bourne war nur die Spitze des Eisbergs“

Das Auffäligste vorab: Matt Damon ist nicht mehr dabei – kann man dann überhaupt noch von Bourne, den Damon bis dato dreimal gespielt hatte, sprechen? Die Story dreht sich um den gleichen Fall: Nachdem Bourne am Ende des letzten Films der Serie die böse CIA-Machenschaften öffentlich gemacht hatte, versucht die CIA nun, das Programm und alles, was damit zusammen hängt, abzuschalten. Oder besser: Auszuschalten.

Dummerweise soll deswegen auch Aaron Cross (Jeremy Renner, der Bombenentschärfer aus „The Hurt Locker“ und Assistent von Tom Cruise in „Mission Impossible 4“) dran glauben. Der wehrt sich natürlich mit allen Mitteln, die ein Elite-Kämpfer wie er so hat. Renner steht Damon in nichts nach – mal sehen, ob die Story an die eigentlich beendete Trilogie anknüpfen kann.

 

Ende 2011: The Great Gatsby

„Gatsby? Which Gatsby?“

Baz Luhrmann, von mir geschätzt vor allem wegen seiner „Romeo und Julia“-Interpretation von 1996, hat wieder Lust auf großes Kino und erzählt die Geschichte von F. Scott Fitzgerald über Jay Gatsby, einem Jungmillionär aus den 1920er Jahren. Das heißt neben (mindestens) einer Liebesgeschichte: Eine Menge schicker Schlitten, große Parties, gut anzogene Damen und Herren (in „beatiful suits„, wie es im Trailer heißt), bunte Farben und viel Glitzer, Schampus und Kaviar, Swing und Zigarren. Luhrmann hat es schon in „Romeo und Julia“ verstanden

Auch hier höchste Star-Dichte: Leonardo di Caprio, Tobey „Spiderman“ Maguire und Carey Mulligan, die zuletzt schon melancholisch blickend in „Drive“ gut aussah. Der Trailer ist schon mal vielversprechend. Als alter Anzug-Fetischist möchte ich an dieser Stelle besondere Aufmerksamkeit auf Gatsbys begehbaren Galerie-Kleiderschrank lenken. Allein deswegen lohnt der Film vermutlich schon.

13. Dezember: Der Hobbit – Eine unerwartete Reise

„I can not guarentee for people’s safety.“

Und gegen Jahresende haut Peter Jackson, Regiesseur von „Herr der Ringe“ noch einen raus: Weil der Ring ja 2003 erfolgreich von Gollum im Schicksalsberg versenkt wurde und die Story aus ist, erzählt Jackson nun die Geschichte davor: Wie kam Bilbo eigentlich an diesen schicken Ring? Und warum kann Gandalf bessere Rauchfiguren blasen?

„Der Hobbit“, eigentlich ein handlicher Roman von J.R.R. Tolkin, erzählt das Abenteuer des jungen Bilbo, gespielt von Martin Freeman, dem Dr.Watson in der genialen BBC-Serie „Sherlock“, die auch in der ARD zu sehen war. Ebenfalls wieder dabei: Elijah Wood als Frodo, Sir Ian McKellen als Gandalf, Elijah Wood als Legolas, Andy Serkins als Gollum, Cate Blanchett als Galadriel, Ian Holm als alter Bilbo und etliche mehr, u.a. einer Horde Zwerge als Bilbos Sidekick und Evangeline Lilly, der Hübschen aus „Lost“.

Aus wirtschaftlichen Gründen hat man die gar nicht so lange Geschichte in zwei Teile zerlegt, der Erste kommt nun im Dezember, auf den nächsten darf man dann noch ein Jahr warten.

 

Leider erst 2013 in Deutschland: Django Unchained

Auch Quentin Tarantino springt auf den Zug auf, der besagt, dass man die besten Schauspieler aus dem letzten Film niemals mehr hergeben sollte. Gefühlt 95% der „Inglorious Basterds“-Zuschauer wollten weder Bratt Pitt noch Til Schweiger sehen. Sie kamen wegen des inzwischen zitierfähig-legendären Christoph „Das ist ein Bingo!“ Waltz. Tarantino hat das mitbekommen und den Österreicher gleich mit der nächsten Titelrolle versehen.

An der Seite von Jamie Foxx darf Waltz wieder bitter-ironisch durchs Land ziehen, diesmal nicht auf der Jagd nach Juden, sondern als Kopfgeldjäger im Wilden Westen. Mit dabei: Leonardo di Caprio und Samuel L. Jackson! Klingt gut, sieht schon gut aus. Der Streifen läuft laut Trailer zu Weihnachten in den Staaten an, ab 25. Januar 2013 haben wir dann auch in Deutschland das Vergnügen.

Auf welche Filme freut Ihr euch besonders? Was ist Pflicht? Was wird heißer gekocht, als nachher tatsächlich wird?

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