Vier Alben für die Ewigkeit

Vier Alben für die Ewigkeit

M83 Hurry up We're DreamingDass ich Musik liebe, weiß jeder, der mich besser kennt und/oder diesem Blog folgt: Die Spotify-Playlist jakobcarstens.de (rechts) aktualisiere ich regelmäßig und ich freue mich, dass ein paar Menschen mir auf diesem Weg folgen können. Hin und wieder entdecke ich neue Künstler und vergleiche ständig – laut last.fm habe ich nun über 50.000 Songs gehört, von wohl auch tausenden verschiedenen Alben. Eine unvorstellbare Nummer.

Einige Alben bleiben dabei natürlich in Erinnerung – weil sie besser sind als der Rest. Und weil ich diesen Alben  hier ein für alle mal eine Lobhudelei ohnegleichen erweisen möchte, hier nun also die aus meinen Augen besten Alben, die ich je gehört habe. Diese Liste ist natürlich vollkommen subjektiv, unvollständig und diskussionswürdig. Nichtsdestotrotz liebe ich diese Alben – denn sie haben eins gemeinsam: Man kann sie auch nach Jahren immer wieder hören und findet sie immer wieder großartig.Das ist es doch, was große Musik(er) ausmacht.

No. 1: Coldplay – „A Rush of Blood to the Head“, 2002

Coldplay hatte vor diesem Album mit Parachutes bereits einen Achtungserfolg gelandet, der Song „Yellow“ davon ist nach wie vor fest im Live-Programm der Band. Dann veröffentlichte man 2002, also vor 10 Jahren, „A Rush of Blood to the Head“, und wurde innerhalb weniger Wochen zum Mainstream der Radiostationen. Es ist schwer, auf diesem Album einen Song zu finden, der nicht Ohrwurm- und Single-tauglich wäre. Vermutlich hätte man sich einige der Songs für die Zukunft aufheben können und müsste sich nach zuletzt eher durchschnittlichen Alben nicht anhören, zum 08-15-Track des Rockpops verkommen zu sein.

Nicht umsonst ist dieses Album die einzige Vinyl-Platte, die ich besitze. Wer dieses Album nie von vorn bis hinten durch gehört hat, dem ist etwas entgangen.

No. 2: Jack Johnson – „In Between Dreams“, 2005

Dieses Album ist immer noch die Nummer 1, wenn es um chillige Gute-Laune-Musik geht. Das kennt jeder, da kann jeder mitpfeifen und ob nun im Auto nach Kroatien oder beim Picknick im Park, Jack Johnson geht immer. Die Stimmung, die Johnson weitgehend allein mit Gitarre und seiner gefühlvollen Stimme kreiert, ist beruhigend natürlich. Und dass der Sänger trotz jahrelanger Erfahrung und Erfolg immer noch Lampenfieber vor Auftritten hat, macht ihn nur noch sympathischer.

No. 3: Phoenix – „Wolfgang Amadeus Phoenix“, 2009

Die französische Band Phoenix brachte 2009 eine weitere Indiepop-Ohrwurmplatte: Mit „Lisztomania“ und „1901“ waren zwei der Top-Songs des Jahres auf dem Album und dank Synthesizern, reichlich Beats und E-Gitarre wagten sich auch DJs an die Songs und Remixe liefen in den Internet-Blogs hoch und runter. Nachdem O2 „1901“ in einem Werbespot verwendete, ging es auch für die Band durch die Decke.

Einen besonders coolen Remix des sehr ruhigen, bewegenden Songs „Rome“ gab es in einer sehenswerten Szene der leider viel zu unbekannten TV-Serie „How to make it in America“, die nie in Deutschland ausgestrahlt wurde und auch schon nach zwei Staffeln von HBO beendet wurde (aber hiermit dennoch von mir empfohlen wird!).

No. 4: M83 – „Hurry Up, We’re Dreaming!“, 2011

Nach Rock, Hawaii-Gitarre und Indiepop nun also Elektro. Wobei, so richtig einordnen kann man M83 nicht, zu divers ist der Stil des Albums „Hurry Up, We’re Dreaming“. Mit „Midnight City“, das inzwischen wirklich jeder kennt, der seine Füße seit letztem Jahr irgendwo mal auf einer Tanzfläche geschwungen hat, produzierten Nicolas Fromageau und Anthony Gonzalez, die beiden Typen hinter dem kryptischen Namen, den Ohrwurm des Elektro-Jahres.

Das Album bietet aber weitaus mehr und ich wollte eigentlich schon viel früher darüber bloggen: Ein Intro, bei dem man Gänsehaut bekommt. Ein Outro, bei dem man gleich wieder von vorn beginnen will, so großartig ist es. Nicht umsonst findet man M83 inzwischen als Haus- und Hoffliefernat von Red Bull wieder: Beim von mir bereits vorgestellten Film „The Art of Flight“ war man mehrmals auf dem Soundtrack zu finden, derzeit läuft eine ganze Serie von Kinospots, die das „Outro“, eine emotionale Hymne, filmerisch aufgreift und großartig bebildert. Wer „The Art of Flight“ gesehen hat, kann gar nicht anders, als bei M83 an Freiheit, Abenteuer und Unglaublichkeit zu denken.

Und – welches sind eure Lieblingsalben?